Ventile und Druckminderer sind eine wundervolle Sache, ohne sie wären unsere Ausflüge
in die Unterwasserwelt undenkbar, doch hast du dich schon einmal gefragt, wie so ein
Ventil aufgebaut ist, und wie die Druckminderer in der Lage sind den Flaschendruck auf
ein erträgliches Maß herunterzuregeln, so dass wir Taucher nicht aufgeblasen werden.
im Folgenden will ich all diese Fragen beantworten.
In kalten Gewässern besteht aber auch die Gefahr, dass diese Vereisen,
d.h. die Luft, die sich beim Ausdehnen
abkühlt
läßt eingedrungenes Wasser gefrieren, weshalb man in kalten Gewässern immer mit zwei
unabhängigen Systemen taucht.
Das Flaschenventil bedarf eigentlich keiner Erklärung, in geöffnetem Zustand kann
die Luft ausströmen, und in geschlossenem Zustand wir dies verhindert.
Die Luft strömt dabei zunächst durch den Sinterfilter, der eventuell in der Flasche
vorhandene Feuchtigkeit zurückhalten soll.
Zum Öffnen des Ventils würde eine Umdrehung eigentlich ausreichen, doch ist es
üblich das Handrad zuerst ganz aufzudrehen und dann wieder eine halbe Umdrehung
zu schließen. Die halbe Umdrehung rückwärts soll sicherstellen, dass man wenigstens
etwas Luft bekommt, falls man das Handrad versehentlich in die falsche Richtung
gedreht haben sollte, außerdem schont es die Dichtung.
Man merkt das zum Beispiel daran, dass der vom
Finimeter angezeigte Druck
mit jedem Atemzug abfällt!
Das Ventil sollte dabei langsam geöffnet werden, damit sich der Druck in den
Schläuchen langsam aufbauen kann.
Die erste Stufe wird direkt an das Flaschenventil angeschlossen und verringert den
Hochdruck von 200bar auf etwa 10bar. Dies geschieht durch einen raffinierten Trick,
denn immerhin soll der sogenannte Mitteldruck in jeder Tiefe konstant bleiben.
Der Kolben in der Ersten Stufe ist durchbohrt, so dass auf beiden Seiten der selbe
Druck herrscht. Im Federraum herrscht dagegen der Umgebungsdruck, der vom Wasser
übermittelt wird. So stellt sich in der ersten Stufe ein Gleichgewicht ein, die
Feder öffnet dann den Kolben, so dass der Mitteldruck ziemlich konstant gehalten wird.
Die 2. Stufe verringert den Mitteldruck nochmals, und zwar so, dass der Druck dem
umgebenden Wasserdruck angepaßt ist, dies passiert etwa mit dem selben Trick wie bei
der ersten Stufe. Zusätzlich besitzt die erste Stufe auch noch einen Luftduschenknopf,
mit dem man das Ventil öffnen kann, zum Beispiel m zu sehen, ob auch tatsächlich Luft
geliefert wird.